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Was dein Zyklus dir über deine Gesundheit verrät

"Dein Körper sendet dir jeden Monat Signale. Die meisten von uns haben nie gelernt, sie zu lesen."

Von Josefine · BauchGefühl · Lesezeit: ca. 6 Minuten

Dein Zyklus ist nicht nur deine Periode. Er ist ein monatlicher Gesundheitsbericht deines Körpers – und er zeigt dir, wenn etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Das Problem: Die meisten Frauen haben nie gelernt, ihn zu lesen.

Ich war lange eine davon. Zyklusbeschwerden, PMS, Erschöpfung – ich dachte, das gehört einfach dazu. Bis ich anfing, wirklich hinzuschauen. Was ich dabei gelernt habe, möchte ich heute mit dir teilen.

Dein Zyklus hat 4 Phasen – und jede spricht eine andere Sprache

Die meisten Frauen kennen nur eine Phase wirklich: die Periode. Dabei besteht dein Zyklus aus vier sehr unterschiedlichen Abschnitten – mit unterschiedlichen Hormonen, unterschiedlicher Energie und unterschiedlichen Bedürfnissen.

🌑

PHASE 1 · TAG 1–5

Menstruation – die Ruhephase

Östrogen und Progesteron sind auf ihrem Tiefpunkt. Dein Körper braucht jetzt Ruhe, Wärme und nährstoffreiche Kost – vor allem Eisen, Magnesium und Vitamin C.

⚠️ Signal: Starke Schmerzen oder extreme Erschöpfung sind kein Normalzustand – sie sind ein Hinweis.

🌒

PHASE 2 · TAG 6–13

Follikelphase – die Aufbauphase

Östrogen steigt langsam an. Du wirst klarer im Kopf, hast mehr Energie und bist oft kreativer und kommunikativer. Viele Frauen fühlen sich in dieser Phase am wohlsten.

⚠️ Signal: Wenn du hier schon erschöpft bist, könnte ein Nährstoffmangel dahinterstecken.

🌕

PHASE 3 · TAG 14–16

Ovulation – der Höhepunkt

Dein Östrogenspiegel ist auf dem Höchststand, LH steigt kurz stark an. Du bist oft energiegeladen, selbstbewusst und sozial. Dein Körper ist auf Hochtouren.

⚠️ Signal: Mittelschmerz oder starkes Ziehen beim Eisprung kann auf hormonelle Dysbalancen hinweisen.

🌘

PHASE 4 · TAG 17–28

Lutealphase – die Verarbeitungsphase

Progesteron übernimmt. Diese Phase ist die, die vielen Frauen am schwersten fällt – Stimmungsschwankungen, Heißhunger, Erschöpfung, Reizbarkeit. Das ist die Phase, in der PMS entsteht.

⚠️ Signal: Starke PMS-Symptome sind ein Zeichen, dass dein Körper Unterstützung braucht – nicht, dass du schwach bist.

Was dein Zyklus dir konkret sagen will

Dein Zyklus reagiert auf alles – Stress, Schlaf, Ernährung, emotionale Belastungen. Er ist kein isoliertes System, sondern ein Spiegel deines gesamten Wohlbefindens. Hier sind die häufigsten Signale und was sie bedeuten können:

Sehr starke PMS-Symptome

  • Möglicher Progesteronmangel oder Östrogendominanz
  • Nährstoffmangel – besonders Magnesium, B6 und Zink
  • Chronischer Stress, der dein Hormonsystem dauerhaft unter Druck setzt
  • Darm-Dysbalance, die die Hormonaus-scheidung stört

Unregelmäßiger Zyklus

  • Schilddrüsenprobleme – oft übersehen bei Frauen
  • Zu wenig Kalorien oder zu viel Sport
  • Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS)
  • Starker emotionaler oder psychischer Stress

Extreme Erschöpfung kurz vor der Periode

  • Eisenmangel durch starke Blutungen
  • Blutzuckerschwankungen durch Ernährung
  • Schlafstörungen, die sich in der Lutealphase verstärken

Dein Körper schlägt nicht ohne Grund Alarm. PMS, Schmerzen, Erschöpfung – das sind keine Schwächen. Das sind Nachrichten. Du musst nur lernen, sie zu lesen."

Wie du anfängst, deinen Zyklus zu verstehen

Du brauchst kein teures Gadget und keine Medikamente. Der erste Schritt ist einfach: beobachten.

  • Fang an, deinen Zyklus aufzuschreiben – wann kommt die Periode, wie lange, wie stark?
  • Notiere deine Energie, Stimmung und Schlafqualität an jedem Tag – auch kurz, auch nur mit Emojis
  • Schau, welche Beschwerden sich wiederholen – und in welcher Phase sie auftreten
  • Trink mehr Wasser, iss warm und regelmäßig, besonders in der Lutealphase
  • Gönne dir in der Menstruation echte Ruhe – nicht als Luxus, sondern als Notwendigkeit

Schon nach einem Monat wirst du Muster erkennen. Nach zwei bis drei Monaten wirst du deinen Körper auf eine ganz neue Art verstehen.

Und wenn du das nicht alleine schaffen möchtest?

Das ist völlig okay. Ich war auch nicht alleine. Es hat mir geholfen, jemanden zu haben, der mit mir gemeinsam auf meinen Körper schaut – ohne Urteil, mit echtem Wissen.

Genau das biete ich dir an. Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was dein Körper dir gerade sagen will – und welcher erste Schritt für dich der richtige ist.

Zöliakie – 5 Dinge, die ich gerne früher gewusst hätte

Für alle, die neu diagnostiziert wurden – oder noch auf Antworten warten.

Von Josefine · BauchGefühl · Lesezeit: ca. 5 Minuten

 

Meine eigene Zöliakie-Diagnose hat sich lange hingezogen. Viele Fragezeichen, Fehldiagnosen, das Gefühl, allein damit zu sein. Heute weiß ich: Es hätte so viel einfacher sein können – wenn mir früher jemand diese 5 Dinge gesagt hätte.

Ich bin Josefine – selbst betroffen, Mama von zwei Jungs und Coachin für Frauengesundheit und Ernährung. Was ich hier teile, kommt nicht aus dem Lehrbuch. Es kommt aus meinem Leben.

1. Zöliakie ist mehr als „einfach kein Gluten essen"

Als ich die Diagnose bekam, hieß es: „Leben Sie einfach glutenfrei – dann wird alles gut." Aber so einfach war es nicht.

Zöliakie betrifft das ganze Leben. Es geht um Kreuzkontamination, um das Vertrauen in Produkte, um Aufklärung von Familie und Freunden – und auch um den emotionalen Umgang mit echten Einschränkungen.

Ich hätte mir jemanden gewünscht, der mir zeigt, wie das im Alltag wirklich funktioniert – in Restaurants, im Urlaub, beim Kindergeburtstag. Nicht nur mit Fachwissen, sondern aus eigener Erfahrung.

2. Dein Körper braucht Zeit – auch wenn du alles „richtig" machst

Ich dachte: „Okay, ich esse jetzt glutenfrei – in zwei Wochen geht's mir besser." Die Realität war eine andere.

Der Darm braucht Monate, manchmal Jahre, um sich zu regenerieren. Auch dann, wenn man konsequent ist. Geduld war nie meine Stärke – aber ich habe gelernt: Heilung ist ein Prozess, kein Schalter.

Wichtig zu wissen: Manchmal kommen trotz strenger glutenfreier Ernährung noch Beschwerden. Dann beginnt die Spurensuche – andere Unverträglichkeiten, Mikronährstoffmängel, Stress. Es ist ein Puzzle. Und jede Frau hat ihr eigenes Bild.

3. Du darfst traurig, wütend oder überfordert sein

Andere sagen manchmal: „Ist doch nicht so schlimm – es gibt doch jetzt alles glutenfrei!" Aber es fühlt sich trotzdem manchmal genau so an: schlimm.

Ich hätte mir früher erlaubt, zu trauern. Über Pizzaabende mit Freundinnen, spontane Restaurantbesuche, unbeschwertes Essen im Urlaub. Diese Gefühle sind normal – und wichtig. Erst wenn wir sie zulassen, können wir Wege finden, unser Leben neu und bewusst zu gestalten.

4. Glutenfrei bedeutet nicht automatisch gesund

Glutenfreie Produkte boomen – aber viele davon sind hochverarbeitet, voller Zucker und isolierter Stärke. Ich habe mich anfangs „glutenfrei" ernährt, aber nicht nährstoffreich – und das hat mein Körper gespürt: Müdigkeit, PMS, Hautprobleme, Verdauungsprobleme.

Heute achte ich auf eine entzündungsarme, bauchfreundliche Ernährung, die mich wirklich stärkt: Buchweizen, Hirse, Linsen, frisches Gemüse, gesunde Fette, warmes Soulfood. Die Mischung macht's – nicht das Label „glutenfrei".

5. Du bist nicht allein – aber du musst deinen eigenen Weg finden

Es gibt viele Menschen mit Zöliakie – aber jede geht anders damit um. Manche ganz locker, andere sehr streng. Beides ist okay. Wichtig ist, dass du deinen Weg findest.

Ich habe gelernt, auf mein Bauchgefühl zu hören – im wahrsten Sinne. Zu spüren: Was tut mir gut? Was stresst mich? Was hilft – und was macht mich nur verrückt?

Heute begleite ich andere Frauen dabei, ihren eigenen Zöliakie-Weg zu finden. Ohne Panik. Ohne Perfektion. Sondern mit Wissen, Verständnis und echtem Mitgefühl.

„Zöliakie ist kein Weltuntergang. Aber sie verändert dein Leben – für immer. Und ja: Man kann auch mit Zöliakie ein schönes, selbstbestimmtes und leckeres Leben führen. Man muss es nur neu denken."

Wenn du Fragen hast, dich alleine fühlst oder Unterstützung brauchst – melde dich gern. Du musst diesen Weg nicht alleine gehen.

PMS ist kein Schicksal – was Ernährung wirklich verändern kann

Jeden Monat Stimmungstiefs, Schmerzen und Heißhunger –                                                                                                                    und alle sagen, das ist normal? Ist es nicht.

Von Josefine · BauchGefühl · Lesezeit: ca. 6 Minuten

Ich kenne das Gefühl: Die Tage vor den Tagen fühlen sich an wie ein kleiner Weltuntergang. Stimmungsschwankungen, Heißhunger, Erschöpfung, Schmerzen – jeden Monat aufs Neue. Ich war selbst dort. Und ich weiß heute: Es muss nicht so sein.

Dein Zyklus will nicht gegen dich arbeiten. Er erinnert dich daran, besser auf dich zu achten. Und deine Ernährung ist dabei eines der kraftvollsten Werkzeuge, die du hast. 

Was ist PMS überhaupt?

PMS steht für prämenstruelles Syndrom – eine Sammlung von Symptomen, die etwa 7–10 Tage vor der Menstruation auftreten. Dazu zählen unter anderem:

  • Reizbarkeit, Stimmungstiefs, Weinen ohne konkreten Grund
  • Brustspannen, Unterleibsschmerzen, Krämpfe
  • Starker Heißhunger – besonders auf Süßes
  • Wassereinlagerungen, Blähungen, Verdauungsprobleme
  • Erschöpfung, Schlafprobleme, Kopfschmerzen

Nur weil viele Frauen das kennen, heißt es nicht, dass es „normal" ist. PMS ist ein Zeichen, dass dein Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist – hormonell, nährstofftechnisch oder durch Stress. Und genau da setzt die Ernährung an.

5 Wege, wie Ernährung dein PMS lindern kann1. Stabilisiere deinen Blutzucker

Heißhunger und Stimmungsschwankungen hängen oft mit instabilem Blutzucker zusammen. Wenn du lange nichts isst und dann schnell Kohlenhydrate nimmst, kommt dein Insulinspiegel durcheinander – und das beeinflusst direkt deine Hormone.

Mein Tipp: Iss 3–4 ausgewogene Mahlzeiten täglich mit Eiweiß, gesunden Fetten und ballaststoffreichen Kohlenhydraten. Snacks wie Nüsse, Obst mit Mandelmus oder ein gekochtes Ei helfen in der Lutealphase besonders gut.

2. Iss entzündungshemmend

Stille Entzündungen im Körper fördern PMS, Schmerzen und Hautprobleme. Du kannst aktiv dagegenwirken – mit Lebensmitteln, die deinen Darm und deinen Zyklus unterstützen:

  • Omega-3-Fettsäuren: Leinsamen, Walnüsse, fetter Fisch
  • Antioxidantien: Beeren, Brokkoli, Kurkuma
  • Bitterstoffe: Rucola, Chicorée – gut für die Leber
  • Weniger Zucker, Alkohol und verarbeitete Produkte

3. Unterstütze deine Leber

Die Leber ist unsere „Hormonfilterstation" – sie baut überschüssiges Östrogen ab. Ist sie überfordert, staut sich das Östrogen – und das fördert genau die PMS-Symptome, die so viele Frauen kennen.

 

Hilfreich sind: Warmes Wasser mit Zitrone am Morgen, Artischocken, Mariendistel-Tee, bittere Gemüse und eine Essenspause von 12–14 Stunden über Nacht.

4. Nimm Magnesium & B-Vitamine ernst

Magnesium hilft gegen Krämpfe, Stimmungstiefs und Heißhunger – und wird in stressigen Phasen besonders stark verbraucht. B-Vitamine, vor allem B6, unterstützen deinen Hormonstoffwechsel und Energiehaushalt.

  • Magnesiumreiche Lebensmittel: Haferflocken, Kürbiskerne, dunkle Schokolade (85%+), grünes Blattgemüse
  • B6-Quellen: Kichererbsen, Banane, Avocado, Geflügel

In stressigen Phasen kann auch ein hochwertiges Supplement sinnvoll sein – gerne in Absprache mit mir oder deiner Ärztin.5. Iss zyklusbewusst – dein Körper braucht in jeder Phase etwas anderes

In der zweiten Zyklushälfte braucht dein Körper mehr Energie, mehr Wärme und mehr Nährstoffe. Zyklusgerechte Ernährung heißt nicht, perfekt zu sein – es heißt, zuzuhören:

  • 🩸 Menstruation → Warm, mineralstoffreich: Eintöpfe, Suppen, eisenreiche Kost
  • 🌱 Follikelphase → Frisch & leicht: Salate, Smoothies, Aufbaukraft
  • ☀️ Eisprung → Energie: Gute Kohlenhydrate, Eiweiß, Leichtigkeit
  • 🌙 Lutealphase → Sättigend & wärmend: Linsencurry, Hirsebrei, Soulf

„PMS ist nicht dein Feind. Es ist ein Signal. Und du darfst lernen, es zu verstehen – statt jeden Monat dagegen anzukämpfen."

Du musst nicht alles auf einmal umstellen. Jeder kleine Schritt zählt. Ich war selbst dort – und ich weiß, was möglich wird, wenn man anfängt, seinem Körper zuzuhören.

 

Bereit, PMS endlich hinter dir zu lassen?

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was dein Körper gerade braucht – und welcher erste Schritt für dich der richtige ist.

 

🌿 Josefine · BauchGefühl

Physiotherapeutin, Zyklustrainerin & Coach für Frauengesundheit. Selbst betroffen von Zöliakie und PMS – ich begleite Frauen dabei, ihren Zyklus zu verstehen und mit Ernährung aktiv zu unterstützen.

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